Rolf Torring´s Abenteuer
Neues Verlagshaus für Volksliteratur, Berlin / Bad Pyrmont
1930 - 1939 Vorkriegsauflage (VK), 1950 - 1961 Nachkriegsauflage (NK)
Autor: Hans Warren, später als Hans Holm (Wilhelm Peter Reinhard, Hans Reinhard, diverse)

Überarbeitete Neuauflage der VK-Serie.
Der Abenteurer Rolf Torring ist keinesfalls ein müder Abklatsch von Dr. Henry 'Indiana' Jones jr. oder Alain Quatermain - denn schon allein von der Anzahl seiner Abenteuer hat er die beiden um Längen geschlagen!
Die Romane sind echte Abenteuergeschichten, so wie man sich Abenteuer eben zu dieser Zeit in Indien, auf dem Schwarzen Kontinent oder in Südamerika vorstellte. Dabei waren die Geschichten in all ihrer Harmlosigkeit eigentlich zu ihrer Zeit nicht politisch korrekt: aus damaliger Sicht war es für die Reichsschrifttumkammer ein Unding, dass ein Schwarzer (Pongo) fast gleichberechtigt und mit deutlich schärferen Sinnen und Fähigkeiten ausgestattet, neben zwei weißen Protagonisten auftrat. Der Autor Wilhem Reinhard hatte durch seine weltoffene Einstellung daher auch zunehmend Probleme bei der Veröffentlichung der Geschichten.
Aus heutiger Sicht ist die klischeehafte, abgehackte Sprache von Pongo bzw. vieler Ausländer eher kritisch, wobei wohl jedoch keine ausländerfeindliche Haltung des Autors bestand. Inder und Afrikaner, aber auch Engländer und Franzosen wurden entgegen der Zeit nicht als Feinde oder Untermenschen dargestellt (naja, die Franzosen wohl doch ein bißchen, schließlich lag der Erste Weltkrieg noch nicht lange zurück).

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