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Geister-Western
Bastei-Verlag, Bergisch Gladbach
1975 - 1976
Autoren: diverse

1975 wurde im Hause Bastei experimentiert: man vermischt den Western- mit dem Grusel-Roman - beides klassische, sogenannte 'Männer-Romane'. Waren doch beide Genre bei Bastei erfolgreich, musste dann nicht auch eine Mischung funktionieren? Und außerdem war es eine ungewöhnliche Idee, innovativ, neu und durchbrach bisherige 'konservative' Schranken für die Genre-Trennung im Heftromanbereich - etwas, das in den kreativen siebziger Jahren stets gern gesehen wurde.
Der Geister-Western war geboren.

Autoren dieses Experimentes waren dann folgerichtig u.a. U(we). H(ans). Wilken (bekannter Western-Autor) und Earl Warren (alias Walter Appel, Spezialist für phantastische Romane), was leider jedoch nichts daran änderte, dass die Mischung nicht auf die Gunst der Leser stieß: wer gerne Western las, konnte mit Übernatürlichem im Western-Plot nichts anfangen - die Grusel-Fans waren hingegen der Meinung, dass der Western-Rahmen einer Grusel-Geschichte eher abträglich war.
Insgesamt überwog in den Romanen aber wohl der Western-Plot.
Die Serie wurde daher mit Band 30 wieder eingestellt.

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