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Vampira - Gefährlich - geheimnisvoll - erotisch
Bastei-Verlag, Bergisch Gladbach
1994 - 1996
Autoren: diverse

Innovativste und provokativste Gruselheftsromanserie der letzten 15 bis 20 Jahre!
Wo Bram Stoker oder Sheridan LeFanu die erotische Ausstrahlung ihrer Vampire (Dracula und Carmilla) nur andeuten, lebt die Protagonistin der Serie, Lilith Eden (und natürlich ihre Autoren) diese Erotik aus. Die erotischen Stellen in der zyklischen Handlung sind auch für heutige Maßstäbe freizügig, stellenweise pornographisch, aber nie "schmuddelig" oder primitiv. Dies lag u.a. daran, dass die Leser, die zu einem nicht unerheblichen Teil weiblich waren (!), die Autoren in ihren Leserbriefen immer rechtzeitig getadelt hatten, wenn die Erotik zum Selbstzweck oder zu klischeehaft wurde. Und die Autoren handelten hier auch tatsächlich nach den Wünschen der Leser.
Der Serientitel, der an die Comic-Serie Vampirella aus den 70er Jahren erinnert, ist hier nicht zufällig gewählt. Auch in dieser Comic-Serie geizte die außerirdische Heldin Vampirella (vom Planeten Drakulon, sic!) nicht mit ihren weibliche Reizen, was jedoch Probleme mit dem Jugendschutz nach sich zog. Dieses Schicksal ist Vampira erspart geblieben. Die Vampir-Story und der Hintergrund des "Volkes der Nacht" hebt sich deutlich vom klischeebehafteten, klassischen Vampir ab, dessen Wurzeln im völkischen Aberglauben liegen.
Die Vampire in der Serie sind Macht-"Menschen", nicht nurwiderwärtige Dämonen. Auch der Hauptgegner Lilith Edens, Landru, strahlt Macht und Erhabenheit aus, aber auch Animalisches. Es fällt einem, wie bei so manchem Computer-Spiel, nicht wirlklich schwer, sich mit dem Bösen zu identifizieren, zumal auch die Heldin nicht in allen Belangen der üblichen Einteilung von Gut und Böse folgt.

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