
Ritter Roland – Der Kämpfer mit dem Löwenherzen
1982-1983, Bastei-Verlag, Bergisch Gladbach , Autoren: diverse
Zwar nicht sehr anspruchsvoll, aber flüssig zu lesen und sehr unterhaltsam!
Nicht zuletzt auch wegen der für Heftromane mal etwas anderen (und seltenen) Thematik einer Ritter-Serie.
Titelbilder und Gestaltung der Hefte können insgesamt als sehr gelungen angesehen werden.
Im Übrigen ist eine gewisse Verwandtschaft zu LASSITER (Western-Serie aus dem Bastei-Verlag) nicht ganz zu leugnen: Der Junge hat eine ziemliche Libido!
Roland schwingt nicht nur gekonnt sein Schwert, sondern auch … also … nun, um eben die Jungfer in Not zu … äh … befreien …
Die Serie ist im Bereich der Artus-Sage angelegt, wobei Camelot hier am Niederrhein zu liegen kommt.
Man fragt sich, ob das an der Xanten-Theorie oder doch eher am Verlagssitz lag 😉
Roland muss 50 Abenteuer bestehen, um so in die Tafelrunde aufgenommen werden zu können, was ihm aufgrund der Einstellung der Serie nicht gelungen ist.
Die Serie enthält einige wenige Fantasy-Elemente, da Roland nicht nur gegen andere Ritter, Wikinger und Diebesbanden kämpft, sondern auch Begegnungen mit Drachen und Zwergen hat. Das Fantasy-Element war immer wieder Diskussionspunkt. Es wird allerdings davon ausgegangen, dass RITTER ROLAND den Serienplatz im Verlagsprogramm eben für dieses Genre räumen musste – nämlich für die Fantasy-Heftreihe FANTASY.
Die Autoren schrieben zum Teil mit und zum Teil ohne Pseudonym. Mit Realnamen waren dies: Joachim Honnef, Hans Wolf Sommer, Hans-Peter Weissfeld, Rainer Delfs und Ekkehart Reinke, der als Vater der Serie gilt und von dem es heißt, er habe Helmut Rellergerd (aka Jason Dark) als Autor für den Bastei-Verlag entdeckt!
Die Serie wurde in einem Band des EDFC_e.V. (Erster deutscher Fantasy-Club) von Nummer 31 – 35 weitergeführt.
Mehr Infos im GGG-Sachbuch Götzen, Gold und Globetrotter (S. 165-174)