
320 PS-Jim – Cowboys der Highways
1982-1986, Wolfgang Marken Verlag, Köln, Autoren: diverse
Highway-Abenteuer-Serie (zeitgenössisch-realistische Romane). Erste deutsche Trucker-Serie; begründete damit das kurzlebige, damals aber auch völlig neue(!) Untergrenre des Trucker-Romans!
320 PS-JIM war beim Start der Serie die einzige Trucker-Serie in Deutschland und damit möglicherweise auch das Vorbild für die später folgende, aber auch bekanntere Trucker-Serie TRUCKER-KING des Bastei-Verlages.
Plot: Die beiden Fernfahrer ‚320 PS-Jim‘ Stonewall und Chris Morris sind mit einem deutschen 320 PS-MAN-Truck (Red Baron) auf den US-Highways unterwegs und trotz der deutlichen Untermotorisierung des Trucks gegenüber den US-Trucks, diesen natürlich trotzdem überlegen. Ihre schärfsten Konkurrenten bei der Jagd nach Aufträgen sind Steve Barcley und Barry Winwood mit ihrem 440 PS-Kenworth-Truck. Stehen Gefahren an, halten die vier jedoch zusammen wie Pech und Schwefel.
Autoren waren: Werner Dietsch (Max Marek) und Dietmar Kuegler (Steve Hamberg, Ken Adams), die die Serie kreierten und ausarbeiteten, sowie Joachim Kobusch (Ted O’Brian), Wolfgang Rahn (Joe Atkins, Fred Fisher), U. H. Wilken (Colin Scope, Les Willcox), Otto Birner (Gordon Nash), Horst Hübner (Ringo Clark) und Al(fred) Wallon als Chuck Malone.
Unter welchen Pseudonymen und O. J. Birner mitwirkten ist noch unklar und differiert je nach Quelle.
Ungeklärte Pseudonyme sind daher: Franc Benson, Al Breaker, Pat Roberts und Gordon James (möglicherweise Gordon James: Setzereifehler?).
Fun Fact: Wolfgang Rahn berichtet in einem Interview, dass er zu Beginn von der Thematik praktisch keine Ahnung gehabt hatte. Die positiven Rückmeldungen von Fernfahrern, die die Serie lasen, motivierten ihn aber, sich intensiver mit dem Gebiet zu beschäftigen.
Unter dem Pseudonym Monty G. Ryker schrieb auch W(erner) K(urt) Giesa für die Serie. Für den holländischen Markt verfasste er einen 107. Roman: Bhagwans Erbe. Dieser Roman erschien in Deutschland nicht mehr, da der Marken-Verlag 1986 sein Verlagsgeschäft in Deutschland einstellte (nur Frankreich und Holland blieben übrig). Der Roman wurde erst später in veränderter Form für die Bastei-Serie TRUCKER-KING verwendet (Quelle: Homepage von W. K. Giesa, derzeit abrufbar als Gedenkseite auf der Internetpräsenz des Autors Michael Breuer, http://www.elefantenmike.de).
Mehr zu den hölländischen, schwedischen und ungarischen(!) Ausgaben der Serie findet sich bei PULVERRAUCH: https://www.pulverrauch.de/heftserien-320-ps-jim/
Der Jubiläumsband 50 weist wieder 130 Seiten statt wie sonst üblich 66 Seiten auf, war aber wie schon Band 1 nicht teurer als die anderen Romane! Mit Band 75 wurde das anfängliche, rote Layout (siehe oben) verändert und eine gelbe Grundfarbe eingeführt (siehe unten). Das Layout glich damit dem zeitweise parallel laufenden TURBO-KING aus dem selben Verlag, welcher sich augenscheinlich an der ARD-Vorabendserie „Auf Achse“ orientierte.
Die Romane enthielten teilweise Poster von zuerst leicht bekleideten Damen und später nur noch von Trucks und LKW-Typen als Beilage.
Häufig unbekannt und auch nicht immer auf den ersten Blick im Heft erkennbar, existieren mit den Nummern 20/21, 23/24, 37/38 und 68/69 mehrere Zweiteiler.
Etliche der Romane, jedoch nicht alle, erschienen als ebook-Ausgabe später bei Edition Bärenklau.

320 PS-Jim, Bd. 76
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| Einige der Romane von Alfred Wallon wurden als Lesungen vertont (Action-Verlag, Essen). |
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Mehr Infos zur Serie im GGG-Sachbuch: Götzen, Gold und Globetrotter (S. 203-207)

